Bildungsstreik in Landau! Einladung zur gemeinsamen Gestaltung der nächsten Schritte. Montag 10 Uhr Audimax

Liebe Hochschulleitung,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
liebe Studierende,

wir laden Sie herzlich zur Open Space Konferenz am Montag den 30.11.15 von 10:00 Uhr bis 22:00 Uhr in das besetzte Audimax am Campus Landau ein.

Ziel dieser Großgruppenmoderation ist es, die hochschulpolitischen Prozesse, die im Rahmen des Bildungsstreikes in Gang gekommen sind, zu bündeln und weiter voran zu treiben. Das gewählte Format garantiert die Beteiligung aller Interessensgruppen. Ihre Ideen werden gesammelt, gemeinsam in Gruppen diskutiert und anschließend in Form von konkreten Beschlüssen im Plenum abgestimmt.

Dem AStA ist es gelungen für die professionelle Moderation dieser Veranstaltung die Denkwerkstatt für Manager aus Mannheim zu gewinnen.

Updates zur Veranstaltung, Zeitpläne, Protokolle werden Sie unter http://streik.asta-landau.de

Nur gemeinsam können wir Bildung gestalten!
Der AStA der Universität Landau

+++Tagesgeschehen 24.11.2015+++

+++Campus Landau weiterhin im Streik+++

Ein großes Lob an all die hartgesottenen Menschen, die heute morgen schon in
allerhergottsfrühe an den Türmen standen und die beschlossene Blockade umgesetzt haben.

Um 13:00 Uhr haben wir versucht die Situation vor den Türmen ins Bildungsministerium zu schalten, wo
die Vorsitzende des AStA mit dem Präsidenten unserer Uni und dem Staatssekretär Deufel über die Lage
der Universität gesprochen hat.

Da es das Bildungsministerium nicht geschafft hat, Internet zur
Verfügung zu stellen, haben die ca. 600 anwesenden Studis die Gelegenheit spontan genutzt, einen
Demozug durch Landau zur Bürgerstraße zu starten. Die Polizei hat diesen letztendlich begleitet und
dafür gesorgt, dass wir unser Ziel sicher erreichen konnten.

Auf dem Plenum um 16:30 stellte der Präsident der Uni die Lösungsansätze vor, diese sehen aus wie folgt:

– Die Universität darf mit sofortiger Wirkung die Halle in der Reitstraße für 7 Jahre anmieten,
dorthin wird die Kunst verlegt werden, sodass Räume am Campus frei werden.

– Die Mensa soll, außerhalb der Essenszeiten, als Aufenthalts- und Arbeitsraum dienen, dau auch mit
W-Lan ausgerüstet werden

– Das Bildungsministerium hat angekündigt einen “Masterplan” für die Unibib zu entwickeln, da diese
die am schlechtesten ausgestatette Deutschlands ist (das aber auch schon seit ein paar Jahren)

Das Plenum hat über diese Vorschläge diskutiert, aber erkannt, dass dies keinesfalls die Lage der Universität
verbessern wird, da die zentralen Forderungen der Studierenden missachten. Dabei bleibt die wissentlich
vom Land herbeigeführte Unterfinanzierung der Universität Koblenz-Landau das größte Problem.

Das Plenum hat beschlossen den Streik und die Besetzung fortzuführen.

Beim Plenum waren Pressevertreter*innen von Das Ding!, Rheinpfalz und Antenne Landau anwesend.

Die Studierendenschaft hat weitere Arbeitskreise gebildet, informiert Euch morgen vor
Ort im Audimax und tragt Euch in die ausliegenden Listen ein.

Zeigt Euch solidarisch, die Situtation an der Unie betrifft uns alle!

Für die Studierendenschaft Landau

Yann

Studierendenschaft Landau im Streik

Liebe Welt,

die heutige Vollversammlung hat spontan die Besetzung der Gebäude I und K und des Audimaxes am Campus Landau beschlossen und umgesetzt. Auf dem folgenden Plenum wurde beschlossen den Streik fortzusetzen.

Zentrale Forderungen sind:

  • Eine sinnvolle Finanzierung der Universitäten in Rheinland-Pfalz, unabhängig von Drittmitteleinwerbungen.
  • Eine bessere Ausstattung der Universität Koblenz-Landau im Bezug auf Lehrpersonal und Räumlichkeiten.
  • Eine faire Bezahlung der wissenschaftlichen Hilfskräfte und Promovierenden, nach Tarif.
  • Seminare mit maximal 30 Studierenden, um eine sinnvolle Lehre zu ermöglichen.

(Aktualisierung folgt)

Die Studierendenschaft am Campus Landau

 

Plenumssitzung 24.11.15

 

Post 18.11.2015 00:08

Die bisherigen Schritte der Studierendenschaft:
 
2013:
 
– über 4.000 Studierende an beiden Campi unterschreiben Briefe mit der Forderung nach einer fairen Grundfinanzierung der Universität Ko-Ld an den Landtag.
– Pressewirksame Übergabe der Briefe mit abermaliger Forderung nach besserer Grundfinanzierung.
– Gespräch mit der damaligen Staatssekretärin im Bildungsministerium, Vera Reiß. Ergebnis ist, dass das Thema Unterfinanzierung abgeblockt und als nicht-existent bezeichnet wird.
– Gespräche mit Hochschulleitung, Landtagsabgeordneten und Mitarbeiter*innen des Bildungsministeriums.
 
2014:
 
– Gesprächstermin mit Frau Vera Reiß, inzwischen Bildungsministerin, und Herrn Prof. Dr. Thomas Deufel (Staatssekretär). Thema Unterfinanzierung wird als alter Hut bezeichnet und schnell beendet. Generell kündigt das Ministerium an, erst nach den Wahlen 2016 reformerisch in Sachen Hochschulpolitik vorzugehen.
– Studierende der Sonderpädagogik streiten mit Universität über freie Schwerpunktwahl im Master. Durch Protest der Fachschaft und GEW in Mainz wird diese tatsächlich erreicht.
– Verlängerung der Bib-Öffnungszeiten, diese war vorher mehrere Jahre lang die am schlechtesten ausgestattete Unibib Deutschlands.
– Gespräche mit Landtagsabgeordneten von SPD und Grüne, Forderung nach Grundfinanzierung im Vordergrund
– Barbara Schleicher-Rothmund (Bildungspolitische Sprecherin SPD-Fraktion im Landtag) besucht Dekanerunde im Fachbereich 5 auf Einladung. Studierende berichten von Überfüllungen, Kenntnisnahme.
 
2015:
 
– Kontakt zu Landtagsabgeordneten von SPD und Grüne (da Regierungskoalition, nicht wegen Parteipräferenz) und abermalige Thematisierung der Unterfinanzierung. Kenntnisnahme aber keine erkennbaren Folgen.
– Termin mit Herrn Prof. Dr. Deufel (immer noch Staatssekretär im Bildungsministerium) vereinbart.
– Vollversammlung einberufen, da EInschreibezahlen in Landau nochmals gestiegen im Vergleich zu letztem Wintersemester.
 
Das kriege ich jetzt mal so grob hin, fehlen wahrscheinlich noch Sachen, ich kam 2013 auch erst zur Hälfte des Jahres in den AStA, evtl. ergänzen oder korrigieren die Leute die da noch mehr wissen als ich das in den Kommentaren.
 
Liebe Grüße
 
Yann

Post 17.11.2015 03:35

Ein weiteres Problem an der Universität liegt in der prekären Situation unserer wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen. Viele Verträge beinhalten ein Volumen von 16 Semesterwochenstunden Lehrtätigkeit. Das klingt an sich nocht nicht so viel, wenn man aber die Vorbereitungszeit/Nachbereitungszeit mit einberechnet, entsteht daraus eine gewaltige Belastung.
Dieser Umstand verhindert für die Betroffenen ein gewaltiges Hindernis bei der wissenschaftlichen Arbeit, betrifft aber auch uns Studis, wenn diese Dozent*innen völlig geschlaucht unsere Seminare halten müssen.

Post 13. November um 16:00

Da das Geld aus dem Hochschulpakt nicht fest zugeordnet wird und mit Auslaufen des Paktes nicht mehr zur Verfügung gestellt wird, lassen sich mit diesen Geldern nur schwerlich dauerhafte Stellen schaffen. Ein Problem an unserer Universität ist nämlich auch die Unterausstattung bei den Dozierenden, weshalb wir Seminare in der Regel mit 60 Studierenden “vollstopfen” müssen.

Unsere Studiengänge werden normalerweise für 30 Seminarteilnehmer*innen akkreditiert. Diese Akkreditierung bescheinigt der Universität, dass die Studiengänge tatsächlich die Qualität erfüllen, den Abschluss Bachelor oder Master zu verleihen.

De Facto studiert Ihr also gerade nicht nach den Regeln, dass Ihr Euch hinterher Bachelor oder Master of XY nennen dürft.

Liebe Grüße

Yann